Die 90-Tage-Challenge: Interview mit einem Finisher

Seit Veröffentlichung der 90-Tage-Challenge für Männer und Frauen sind mittlerweile vier Monate vergangen. Zeit, mit einem Finisher der Challenge zu sprechen – Dank an Rafael Kobylinski, dass er meine Fragen beantwortet hat!

Rafael Kobylinski am Tag 56 der Challenge
Rafael Kobylinski am Tag 56 der Challenge

Wie bist du auf die 90-Tage-Challenge aufmerksam geworden und was war deine Motivation?

Ich trainiere seit Anfang 2014 nach Büchern von Mark Lauren. Vorher hatte ich es zunächst mit einer einfachen Liegestütze-App probiert, aber schon nach 1,5 Wiederholungen eingesehen, dass ich einen besseren Plan brauche. Ich habe 2014 im Schnitt 3-4 pro Woche trainiert, mit durchaus sicht- und messbaren Ergebnissen. Ich war neugierig auf das neue Buch und auf etwas Abwechslung bei den Workouts. Und zum Jahreswechsel bereit, mich auf ein zeitlich klar befristetes Experiment bei der Ernährung einzulassen. Die Ernährungstipps hatte ich nämlich bis dahin fast vollständig ignoriert.

Hattest du im Verlauf der 90 Tage Hochphasen und Durchhänger?

Nach der Ernährungsumstellung in Woche 1 hattet Ihr mich. Mit MyFitnessPal als Ernährungstagebuch und einem aggressiven Kalorien-Defizit von ca. 750 kcal / Tag bin ich vielleicht etwas über das Ziel geschossen. Die Diät funktionierte aber hervorragend und war durch die vielen Experimente in der Küche mehr Bereicherung als Einschränkung. Natürlich gab es manchmal Tage, an den das Workout schwerer fiel. Aber meistens freute ich mich schon abends darauf, am nächsten morgen wieder trainieren zu „dürfen“. Verrückt, oder? Richtige Durchhänger hatte ich zum Glück keine.

Welche Übungen und welche Challenges sind dir besonders leicht gefallen, welche schwer?

Einige Übungen kannte ich schon, das erleichterte natürlich den Start. Bei anderen hat es etwas gedauert. Ich habe z.B. erst nach zwei Monaten verstanden, wie Bodyrocks wirklich funktionieren. Über die Drei-Punkt-Liegestütze möchte ich nicht sprechen. Die nehme ich als Hausaufgabe für die nächsten 60 Tage mit. Viele Challenges kosteten mich natürlich erstmal Überwindung. Es war aber in Summe sehr spannend, sich auf all diese Dinge einzulassen. Auch wenn ich mit Broccoli nach wie vor nichts anfangen kann.

Welche Unklarheiten gab es bei der Challenge? Wo siehst du noch Verbesserungspotential?

Eure Kritik der Süßstoffe war mir zu esoterisch. Im Nachhinein scheint mir der zeitweise Verzicht auf Süßstoffe und Coke Zero aber sehr handfest geholfen zu haben. Ich glaube meine Geschmackswahrnehmung hat sich neu kalibriert. Und es macht mir überhaupt nichts mehr aus, einfach nur Wasser zu trinken. Im Gegenteil. Ganz ohne geht es aber nicht: Euer Eiweißbomben-Käsekuchen ist ohne Stevia o.ä. einfach ungenießbar.

Wie fallen deine Ergebnisse aus? Bist du zufrieden?

Ich habe in den 90 Tagen fast 10 kg abgenommen und meinen Körperfettanteil um 6 Prozentpunkte reduziert. Inzwischen lässt sich sogar so etwas wie ein Six-Pack erahnen. Das ergibt in Summe ein völlig neues, sehr positives Körpergefühl. Überrascht bin ich von meiner deutlich positiveren Grundstimmung, und der Leichtigkeit, mit der mir neuerdings private wie berufliche Entscheidungen fallen. Ich glaube, ich höre besser auf mich, und traue mir auch mehr zu. Ein tolles Freiheitsgefühl, für das ich Dir und Mark Lauren danken möchte.

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